
Nach vielen Jahren im Wrestling suchte ich eine neue Herausforderung – und fand sie im Mixed Martial Arts. MMA zwang mich, noch einmal ganz von vorne zu lernen: neue Techniken, neue Regeln und eine völlig andere körperliche Belastung. Vom ersten Kampf in Deutschland bis auf die große Bühne von RIZIN in Japan wurde diese Phase zu einem der intensivsten Kapitel meiner Karriere. Sie zeigte mir, wie viel in einem Menschen steckt, wenn er bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen..
Mein Einstieg in den Mixed Martial Arts begann mit einer Herausforderung, die weit über den eigentlichen Kampf hinausging. Für mein MMA-Debüt gegen Manuela Kuhse musste ich innerhalb von wenigen Wochen rund 10 Kilogramm Gewicht verlieren, um das vereinbarte Kampfgewicht von 85 Kilogramm zu erreichen. Die Vorbereitung dauerte nur sechs Wochen und fand im Planet Eater Team in Bisingen statt. In dieser kurzen Zeit musste ich nicht nur neue Techniken erlernen, sondern mich auch an eine völlig andere Art des Wettkampfs gewöhnen. Im Kampf konnte ich mich schließlich in der zweiten Runde durch Ground and Pound durchsetzen und mein MMA-Debüt erfolgreich gewinnen. Rückblickend weiß ich jedoch auch, wo meine größte Schwäche lag: meine Kondition. Technisch und mental war ich gut vorbereitet, doch meine Ausdauer hatte noch deutliches Entwicklungspotenzial, eine wichtige Erkenntnis, die ich aus meinem ersten MMA-Kampf mitgenommen habe.
Am 31. Dezember 2016 wurde ich von RIZIN nach Japan eingeladen, mit einer ganz besonderen Aufgabe:
Gabi Garcia herauszufordern.
Nach ihrem Kampf betrat ich in Saitama vor ausverkaufter Halle und während der Liveübertragung den Ring und machte deutlich, dass ich bereit war, ihr gegenüberzutreten.
Mir war vollkommen bewusst, dass meine Chancen gegen eine Athletin ihres Kalibers gering waren.
Aber genau das war der Reiz. Ich bin ein Showgirl. Ich liebe große Momente, große Bühnen und Herausforderungen, bei denen andere vielleicht lieber einen Schritt zurückgehen. Wenn sich eine Tür zu etwas öffnet, das eigentlich eine Nummer zu groß für mich ist, war meine Antwort schon immer dieselbe: Ich gehe hindurch.